E.T.Highway Nevada, USA und seine Anziehungskraft auf Geocacher
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Geocaching auf dem E.T. Highway: Ein Roadtrip zwischen Las Vegas, Aliens und unzähligen Caches
Wer in Nevada auf dem E.T. Highway unterwegs ist, erlebt keine gewöhnliche Wüstenfahrt, sondern eine der kultigsten Roadtrip-Strecken der USA. Zwischen Las Vegas und der einsamen Weite rund um Area 51 trifft man auf skurrile Alien-Orte, spannende Museen, abgelegene Landstraßen und eine beeindruckende Dichte an Geocaches.
Für Geocacher ist diese Route mehr als nur ein Ausflug: Sie ist ein Abenteuer mit Wüstenlandschaft, GPS-Suche und einer ordentlichen Portion Alienkult. Gerade die Kombination aus vielen Caches, originellen Stopps und der mystischen Atmosphäre macht den E.T. Highway zu einem Ziel, das man nicht so schnell vergisst.

Ein guter Einstiegspunkt ist Las Vegas, weil sich die Stadt hervorragend für die Vorbereitung eignet. Hier kann man Vorräte kaufen, ein Mietfahrzeug abholen und mit einem thematisch passenden Besuch beginnen, etwa im National Atomic Testing Museum, das die Geschichte der Atomtests in Nevada und ihren Einfluss auf Kultur und Gesellschaft zeigt.
Das Museum passt perfekt als Auftakt, weil es den historischen Rahmen für die Region liefert. Die Wüste von Nevada ist nicht nur landschaftlich spektakulär, sondern auch eng mit der Geschichte der Testgebiete und der Faszination rund um Area 51 verbunden. Ebenso bietet sich Las Vegas einfach wegen der Vielfalt an. Hat man hier 1-2 Tage verbracht bietet sich gerade für Geocache ein Tagesausflug auf den E.T.Highway an.
Der Extraterrestrial Highway, offiziell Nevada State Route 375, führt nördlich von Las Vegas durch eine der abgelegensten Gegenden des Bundesstaates. Genau diese Mischung aus Einsamkeit und UFO-Mythos hat die Straße berühmt gemacht und sie zu einem festen Begriff in der Roadtrip- und Geocaching-Szene werden lassen.
Für Geocacher ist die Strecke vor allem wegen ihrer hohen Cache-Dichte interessant. Spätestens alle 170 m kommt die nächste Dose und der Logmarathon wird oftmals mit einem Dosentausch im Auto verbunden. Man nimmt Nr. 20 mit ins Auto und legt diese wieder bei 21 aus. Ein übliches Verfahren, das hier auf dem Trail tollertiert wird. Die Dosen entlang der Straße gibt es seit Jahren und ganze Serien wurden zu dem Powertrail gelegt. Wer hier unterwegs ist, sollte nicht die besondere Dose, ein besonderes Versteck suchen. In minimalem Abstand sind die typischen Steinhäufchen zu sehen, die einen weiteren Cache auf dem Trail beheimaten. Hier gilt es Masse zu machen.
Alien-Figur und Fotostopp: Ein besonders markanter Halt ist der Alien Research Center, wo vor dem Gebäude eine riesige Alien-Figur steht. Dieser Stop ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch ein Symbol für den gesamten Charakter der Route: ein bisschen verrückt, ein bisschen geheimnisvoll und genau deshalb so reizvoll. Über die Internetseite https://www.alienresearchcenter.com/ lassen sich Merchandise-Artikel vorbestellen. Hier in Crystal Springs findet man in Form einer Letterbox den Cache 001-E.T., GC2ZK7J, der als Start des Geocaching-E.T.Highways angesehen wird. Wir sind bereits einmal dort gestartet und bis zur Nr. 278 gekommen - dann hatten wir genug vom Dosentausch und Steinhaufen-Suchen. Wenn Ihr möglich, schreibt gerne mal in den Kommentaren, wie weit Ihr gekommen seid.
Aussichtspunkte, Restaurants und Souveniershops sind ideal, um die Geocaching-Tour aufzulockern. Zwischen Waypoints und Logs bekommt man hier die typischen Erinnerungsfotos, die später jeden Reisebericht lebendig machen.

Viele Caches unterwegs
Das Herzstück der Tour sind natürlich die Caches. Auf der Strecke und in den angrenzenden Gebieten wurden über die Jahre sehr viele Verstecke gelegt, teils als lange Serien mit hunderten oder sogar tausenden Stationen. So ist die Gegend für Geocacher ein außergewöhnlich ergiebiges Revier.
Gerade für ambitionierte Teams lohnt sich eine saubere Vorbereitung. Offline-Karten, genügend Logmaterial, Ersatzstifte, Wasser und eine verlässliche Routenplanung sind Pflicht, weil Mobilfunk unterwegs oft schwach oder gar nicht vorhanden ist. Wer hier effizient cachen will, sollte den Tag in Abschnitte einteilen und die besten Cluster im Voraus markieren.
Die Cachedosen sind i.d.R. alle gleich. Filmdosen oder Petlinge - gefüllt mit Logbüchern voller Gruppennamen.
Verpflegung unterwegs
Bei einer Fahrt durch die Wüste ist Verpflegung kein Nebenthema, sondern ein zentraler Teil der Planung. Wasser, Snacks und Reserven, weil die Versorgung zwischen den einzelnen Stopps spärlich sein kann.
Ein besonders praktischer Halt ist E.T. Fresh Jerky, ein beliebter Zwischenstopp an der Route, der nicht nur für Snacks, sondern auch für saubere Toiletten bekannt ist. Dort gibt es neben Trockenfleisch auch Getränke, Süßigkeiten, Nüsse und andere Reiseverpflegung, was ihn zu einem sehr sinnvollen Stopp für Geocacher macht.
Rachel und der Mythos
Nach einem Start in Crystal Springs bei 001 ist der nächste Stop vielleicht in Rachel. Das Little A´Le’Inn in. Dort gibt es den bekannten Alien Burger, der einfach zur Route dazu gehört. Rachel ist auch der einzige Ort auf dem Abschnitt. Der kleine Ort ist eng mit dem Alien-Mythos verbunden und gilt als einer der kultigsten Stopps entlang der Route. Die Little A’Le’Inn ist dabei fast schon Pflichtprogramm, denn sie ist seit Jahren Treffpunkt für Reisende, Geocacher und UFO-Fans.

Hier spürt man besonders stark, warum diese Tour so einzigartig ist. Es geht nicht nur um Caches, sondern um eine ganze Erlebniswelt aus Roadtrip, Wüstenatmosphäre, kuriosen Geschichten und gelebter Außerirdischen-Kultur.
Planung und Tipps
Wichtig ist, die Straße nicht zu unterschätzen. Am Besten so weit fahren, wie lange es Lust und Spaß macht. Wichtig sind ein gutes Ersatzrad, genügend Kraftstoff, Offline-Navigation und eine realistische Tagesplanung. Für Geocaching-Gruppen ist es sinnvoll, die Route mit klaren Etappen zu organisieren: Museum in Las Vegas, Roadtrip-Abschnitt auf dem E.T. Highway, Alien-Figur als Fotostopp, Versorgungspause, dann Rachel und die Cache-Hotspots.
Fazit für Geocacher
Der E.T. Highway ist kein Ziel für einen schnellen Abstecher, sondern für einen richtig guten Geocaching-Roadtrip. Die Mischung aus Las Vegas, Museum, Alien-Figur, vielen Caches und vernünftiger Verpflegung unterwegs macht die Strecke ideal für alle, die Abenteuer und thematische Touren lieben. Hier kann man für die Stastik den Tag mit den meisten Funden in seinem Cacher-Leben habe. Unser persönliches Fazit: für einen Tag von Las Vegas aus durchaus mal machbar und lustig. Wir finden, nicht nur die Masse macht es, sondern auch die Besonderheit der Strecke. Ruhig eine Pause mit einem Alienburger oder ein Fotostop neben der großen Alien-Figur. Vielleicht mehr wert, als noch 10 Tradis mehr entlang des Weges. Jeder kann - solange es Spaß macht.

Das Bildmaterial ist mit dankenswerter Unterstützung durch Horst Finger, ein Teil der Brummelbären, entstanden. Als USA-Beauftragter bei Cache-Tours hat er immer wieder neue Ideen zur Erkundung dieses Landes.